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Die besten Faschingskrapfen Wiens mit kleiner Geschichtsstunde

Vanillekrapfen und Marillekrapfen aus der Konditorei Groissböck

In wenigen Tagen endet die Faschingszeit, in der man traditionell Krapfen isst. Krapfen zählen zum Kulinarischen Erbe Österreichs, Grund genug ihnen einen eigenen Beitrag zu widmen. Ich habe deshalb ein paar spannende Fakten für euch zusammen getragen und verrate euch meine Lieblingskrapfen (Werbung).Der Krapfen ist ein in Fett gebackenes Süßgebäck aus Hefe, Butter, Mehl, Eiern und Zucker. Traditionell wurde es in Schmalz ausgebacken, aber aufgrund des starken Eigengeschmacks, wurde es durch gewöhnliches Pflanzenfett ersetzt. Die Vegetarier danken dafür ;). 
Gefüllt sind sie klassisch mit (Marillen-)Marmelade. In den letzten Jahrzehnten wurde die Auswahl deutlich größer, die Dekoration ausgefallener und das Hefegebäck kalorienreicher. Gegessen werden sie hauptsächlich in der Faschingszeit, von 11.11. bis zum Faschingsdienstag, danach beginnt traditionell die Fastenzeit.
die besten Faschingkrapfen Wiens von der Konditorei Groissböck

Zur Geschichte des Krapfens gibt es unterschiedliche Ansätze, aber damit möchte ich euch nicht langweilen. Um euch keine falschen Hoffnungen gemacht zu haben, hier noch ein paar unterhaltsame Fakten für euch: Quelle

  • Bei Bauernkrapfen (Glöcklerkrapfen) kommt ein Esslöffel Schnaps in den Teig.
  • Die „Original Wiener Faschingskrapfen“ haben 1 EL Weinbrand im Teig und sind mit Marillenmarmelade gefüllt.
  • Ein Alt-Wiener Brauch war, auf einen Faschingskrapfen einzuladen. Das zeremonielle Teilen eines Krapfens konnte einer Verlobung gleichkommen.
  • Im 17./18. Jhdt. maßen sich Studenten im Wettessen, und sie sollen es auf je 30 Stück gebracht haben. (Herausforderung angenommen! ;))
  • In Deutschland werden Krapfen Berliner, Pfannkuchen (weil früher in der Pfanne gebacken) oder Fasnachts genannt; auf Englisch: Doughnut.

Wie auch immer! Krapfen haben sich bis heute bewährt und sind beliebter denn je.
Seit meiner Kindheit sind meine liebsten Krapfen Vanillekrapfen. Viele von euch wissen es vielleicht nicht, aber ich bin im schönen 10. Wiener Gemeindebezirk aufgewachsen und dort gibt es nicht nur das beste Haselnusseis Wiens (Tichy), sondern auch die besten (Vanille-)Krapfen in der Konditorei Groissböck*. Es gibt bereits vier Standorte und am Wochenende kann in einigen sogar gefrühstückt werden. Besonders in der Faschingszeit ist Hochbetrieb in allen Filialen und zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen Jung und Alt in die Konditoreien, um einen, zwei oder viele der legendären Marille- oder Vanillekrapfen zu ergattern. Ich musste mich heute, Sonntag zwar ein wenig anstellen. Das Warten hat sich wie immer gelohnt!

  • Vielen Dank an dieser Stelle für den Krapfengutschein :).

Der beste Vanillekrapfen Wiens

 

Wenn ihr Lust habt, mehr über Krapfen zu erfahren oder sie selbst herzustellen, habe ich folgende Rezepttipps für euch:
Der Klassiker: Faschingskrapfen von Verena, Salzburger Krapfen von Caro, mit Tipps von Oma von Sonja
Für Figurbewusste: Krapfen ohne Frittieren von Babsi

 

Lei lei! Alaf! und lasst es euch schmecken 🙂
Eure Jasmin

Konditorei Groissböck (Website)
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1140 Wien

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8 Comments

  • Reply
    Verena
    7. Februar 2016 at 21:01

    Liebe Jasmin,

    Sehr spannend dein Artikel!
    Vielen Dank für die Unterrichtsstunde – jetzt bin ich um einiges gscheiter 😉

    Vielen lieben Dank auch für die Verlinkung.

    Wünsche Dir noch einen schönen Faschingsausklang!

    Alles Liebe,
    Verena

    • Reply
      Jasmin
      7. Februar 2016 at 21:12

      Vielen Dank, liebe Verena! Man lernt nie aus ;).
      Wünsche dir noch einen schönen Sonntag Abend,
      Ganz liebe Grüße
      Jasmin

  • Reply
    Sonja
    8. Februar 2016 at 11:06

    Du bist ja eine echte Krapfeninsiderin! Vielen lieben Dank für’s Teilen – das freut mich sehr!

    • Reply
      Jasmin
      8. Februar 2016 at 15:12

      Ja, ich habe schon viele Krapfen gegessen, aber um ehrlich zu sein selbst noch keine selbstgemacht!
      Bei der Recherche bin ich dann ua auf dein Rezept gestoßen :).
      Noch eine schöne Faschingszeit und bis Mai in Salzburg,
      Liebe Grüße Jasmin

  • Reply
    Caro
    8. Februar 2016 at 11:09

    Oooooh, Vielen Dank für die Verlinkung 😀
    … und für die vielen Backgroundinfos – jetzt bin ich um einiges gscheiter!

    • Reply
      Jasmin
      8. Februar 2016 at 15:08

      Klar gerne! 🙂
      Das freut mich sehr.
      Ganz liebe Grüße aus Wien
      Jasmin

  • Reply
    Syl
    9. Februar 2016 at 12:14

    Ohhhh in Dtl sind die iwie mit roter Marmelade gefüllt. Ich hätte die auch viel lieber mit Marillenmarmelade!!
    Danke für den Appetit anregenden Artikel!

    • Reply
      Jasmin
      10. Februar 2016 at 20:30

      Gern geschehen :).
      Ganz liebe Grüße aus Wien

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